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Der 'Brillenapostel' im Altarbild der Stadtkirche von Bad Wildungen. Von Conrad von Soest 1403 gefertigt, stellt der 'Brillenapostel' die früheste bildliche Darstellung einer Brille nördlich der Alpen dare
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Die Brechkraft von Linsen war bereits in der Antike bekannt, nicht jedoch
ihr Wert als Sehhilfe. Vor die Augen gehaltene Gläser und Steine,
wie der bei Plinius d. Ä. erwähnte Smaragd des Nero, dienten
wahrscheinlich nur als Sonnenschutz.
- Im 11. Jahrhundert wies der arabische Physiker Ibn al-Haitham auf
die Möglichkeit hin, Linsen wegen ihrer vergrößernden
Wirkung als Sehhilfe zu benutzen.
- Im 13. Jahrhundert verwendete man geschliffene Berylle von
denen die Brille übrigens ihren Namen hat und Quarze als
Vergrößerungsgläser ("Lesesteine").
- Ende des 13. Jahrhunderts wurde wohl in Venedig die eigentliche Brille
als augennahe Sehhilfe erfunden. Kurz darauf entstand durch Zusammenfassung
zweier Eingläser mit einem Niet das Zweiglas, das beim Lesen mit
der Hand vor die Augen gehalten wurde.
- Vom 17. Jahrhundert an wurde die Brille auf der Nase getragen.
- Als Brillenlieferant war zunächst Venedig mit seiner hoch entwickelten
Glasverarbeitungstechnik führend.
- Im 14. Jahrhundert bekam die Stadt Venedig Konkurrenz durch flandrische
Brillenhersteller.
- 1478 wurde der erste "Parillenmacher" als Bürger von
Nürnberg aufgenommen.
Quelle: Kuratorium Gutes Sehen e.V.
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